Skilike
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Brandnertal – Brand/Bürserberg

Vorarlberg 904–2000m
Snowpark
Höhe 904–2000m
Pisten-km 48 km
Lifte 12
Tagespass €48
Saison Nov–Apr
Betriebszeiten 08:30–16:00

Pistenübersicht

Blau

23 km (48%)

Rot

23.3 km (49%)

Schwarz

1.3 km (3%)

Skiroute

13 km

Gesamt: 48 km

Liftanlagen

3

Gondelbahnen

4

Sessellifte

4

Schlepplifte

1

Seilbahnen

Gesamt: 12 Lifte

Pistenplan

Pistenplan – Brandnertal – Brand/Bürserberg
6.8

Testbericht

Übersichtliches Skigebiet mit zwei Einstiegen (Brand & Bürserberg), rund 60 Pistenkilometern bis 2.000 m – stark für Familien und mit dem charaktervollen Backyards Snowpark.

Skifahren
7
Snowpark
8
Freeride
5
Familie
9
Après-Ski
4
Freizeit
8

Vorteile

  • Sehr familienfreundliche Struktur mit Anfängerzonen, Kinderangeboten und kurzen Wegen
  • Backyards Snowpark als starkes, eigenständiges Freestyle-Angebot mit kreativem Setup
  • Übersichtliches Skigebiet mit sinnvoller Verbindung der Teilbereiche und guter Orientierung

Nachteile

  • Für Könner/„Schwarzfahrer“ und sehr sportliche Skitage nur begrenzt fordernd
  • Keine Gletscher-Höhenlage: Schneesicherheit basiert vor allem auf Höhe/Exposition und Beschneiung
  • Après-Ski eher ruhig – wer Party sucht, ist in anderen Orten besser aufgehoben

Zwei Einstiege, ein Skitag: Brand und Bürserberg sind sinnvoll verbunden

Brandnertal – Brand/Bürserberg ist ein kompaktes, gut lesbares Skigebiet in Vorarlberg mit zwei gleichwertigen Orten als Ausgangspunkt. Die Bereiche sind so verknüpft, dass man Runden fahren kann, ohne ständig umzusteigen oder lange Taltransfers einzuplanen – ein Pluspunkt für Familien und gemischte Gruppen.

Mit rund 60 Pistenkilometern (je nach Zählweise inkl. Skirouten etwas mehr) und einem Höhenband von ca. 904 m bis 2.000 m ist das Gebiet groß genug für mehrere abwechslungsreiche Tage, bleibt aber bewusst überschaubar statt „Mega-Resort“.

Mehr Blau/Rot als Schwarz: Genuss-Skigebiet mit ein paar sportlichen Passagen

Der Grundcharakter ist leicht bis mittel, mit breiten Abschnitten für sauberes Carven und viel Gelände, das auch mit weniger Routine Spaß macht. Anspruchsvollere Fahrer finden einzelne sportliche Abfahrten, aber die Auswahl an wirklich schweren Pisten ist begrenzt.

Was beim Skifahren besonders gut funktioniert:

  • Abwechslung durch Geländewechsel zwischen den Sektoren (Waldpassagen, freie Hänge, unterschiedliche Expositionen).
  • Gute Orientierung: Man versteht schnell, wie man von Bereich zu Bereich kommt.
  • Schneesicherheit über Höhe + Beschneiung: Kein Gletscher, aber ein für die Region ordentliches Höhenprofil und ein stark beschneites Pistenangebot.

Freestyle mit eigener Handschrift: Backyards Snowpark als echtes Argument

Der Backyards Snowpark ist das auffälligste „Spezial-Feature“ im Brandnertal: kreativ gebaut, mit Community-Charakter und dem klaren Fokus auf Rails/Jib-Elemente (die gelben Rails sind so etwas wie das Markenzeichen). Das Setup wird regelmäßig umgebaut, wodurch sich der Park über die Saison hinweg nicht „abfährt“.

Einschätzung: Besonders passend für alle, die Park-Laps ernsthaft einplanen – von soliden Einsteigern bis zu Fortgeschrittenen, die kreative Lines suchen.

Skirouten statt Big-Mountain: Freeride als Option, nicht als Revier

Freeride ist hier eher Zugabe als Hauptprogramm. Es gibt Skirouten (u. a. die landschaftlich bekannte Abfahrt ins Lorenzital), die Abwechslung abseits der reinen Pistenlogik bringen.

Wichtig dabei:

  • Skirouten sind alpin zu behandeln (Lawinenlage, Sicht, Schneedecke); nicht jede Abfahrt ist täglich sinnvoll.
  • Wer „großes“ hochalpines Freeride-Gelände sucht, findet in anderen Regionen mehr Auswahl – im Brandnertal geht es mehr um genussvolle Varianten.

Familien haben es leicht: Kinderländer, kurze Wege und klare Treffpunkte

Das Brandnertal spielt seine Stärken aus, sobald Kinder oder Einsteiger dabei sind:

  • Kinderländer/Anfängerbereiche in Brand und Bürserberg
  • Zauberteppiche und flache Übungszonen, die als Fixpunkt im Tagesablauf funktionieren
  • Skischul-Angebote mit klarer Familienausrichtung

Dazu passt die Gesamtgröße: Man verliert sich selten, und Treffpunkte lassen sich unkompliziert organisieren.

Après-Ski eher gemütlich: ein paar Treffpunkte statt Partymeile

Après-Ski ist vorhanden, aber nicht das Leitmotiv des Gebiets. Es gibt klassische Anlaufstellen im Ort (z. B. Heuboda in Brand), insgesamt bleibt die Stimmung typischerweise gesellig statt exzessiv – gut für alle, die nach dem Skifahren eher essen, trinken und früh regenerieren wollen.

Abwechslung abseits der Piste: Rodeln, Winterwandern und die Tschengla-Loipe

Für Pausentage oder halbe Skitage bietet das Brandnertal überdurchschnittlich viel „Winter ohne Lift“:

  • Rodelsafari (Kombi aus Winterwandern und Rodelabschnitten)
  • Rodelbahn Schattenlagant als Tour mit Winterwander-Anstieg und langer Abfahrt
  • Langlaufen: über 20 km Loipen, besonders attraktiv am Hochplateau Tschengla
  • Winterwandern/Schneeschuh-Routen mit Aussichtspunkten und Einkehrmöglichkeiten

Unterm Strich ist das ein Gebiet, das seinen Reiz nicht nur aus Pistenkilometern zieht, sondern aus der stimmigen Mischung aus Skifahren, Park und ruhigen Winteraktivitäten.

Detailbewertungen

Skifahren 7/10

Rund 60 Pistenkilometer bis 2.000 m, überwiegend blau/rot und angenehm zu fahren. Gute Verbindung zwischen Brand und Bürserberg, moderne Anmutung vieler Anlagen. Für reine Experten-Tage etwas zu wenig „schweres“ Terrain.

Snowpark 8/10

Der Backyards Snowpark ist ein echtes Highlight: kreativ, rail-lastig, mit Community-Vibe und regelmäßig verändertem Setup. Für Park-Fans deutlich über Durchschnitt in der Region.

Freeride 5/10

Skirouten (u. a. Richtung Lorenzital) bringen Abwechslung, aber das Gebiet ist kein klassisches Big-Mountain-Freeride-Revier. Wer abseits fährt, sollte alpine Bedingungen und Lawinenlage konsequent einplanen.

Familie 9/10

Sehr stark für Familien: Kinderländer/Übungsbereiche in beiden Orten, viele passende Pisten und eine Größe, die Planung und Treffpunkte erleichtert. Auch Nicht-Skitage lassen sich gut füllen.

Après-Ski 4/10

Après-Ski ist vorhanden (z. B. Heuboda), bleibt aber insgesamt eher gemütlich als laut. Gut für entspannte Abende, weniger für eine ausgeprägte Party-Agenda.

Freizeit 8/10

Rodelangebote (u. a. Rodelsafari, Schattenlagant), Winterwandern und ein starkes Langlaufangebot am Tschengla-Plateau machen das Brandnertal auch abseits der Piste attraktiv.