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Diedamskopf – Schoppernau

Vorarlberg 820–2060m
Snowpark
Höhe 820–2060m
Pisten-km 40 km
Lifte 8
Tagespass €67
Saison Dez–Apr
Betriebszeiten 08:45–15:45

Pistenübersicht

Blau

13 km (33%)

Rot

18 km (45%)

Schwarz

9 km (23%)

Skiroute

10 km

Gesamt: 40 km

Liftanlagen

2

Gondelbahnen

2

Sessellifte

4

Schlepplifte

0

Seilbahnen

Gesamt: 8 Lifte

7.0

Testbericht

Übersichtliches Naturschnee-Skigebiet im Bregenzerwald mit 40 km Pisten, 9 Anlagen und einer langen Talabfahrt – stark für Familien, überraschend gut im Freestyle, Après-Ski eher ruhig.

Skifahren
7
Snowpark
8
Freeride
7
Familie
9
Après-Ski
4
Freizeit
7

Vorteile

  • Sehr familienfreundlich mit Kinderland im Tal und kostenloser Kinderbetreuung an der Bergstation
  • Lange Talabfahrt und stimmige Mischung aus leichten, mittleren und schweren Pisten bei übersichtlicher Gebietslogik
  • Für die Gebietsgröße ungewöhnlich starkes Freestyle-Angebot (Diedamspark)

Nachteile

  • Naturschnee-Schwerpunkt und tiefer Talbereich: Bedingungen können stärker wetterabhängig sein als in hochalpinen Großgebieten
  • Après-Ski insgesamt eher ruhig und begrenzt
  • Mit 40 km Pisten für Viel-Fahrer nach mehreren Tagen spürbar „durchfahrbar“

Naturschnee und Panorama als roter Faden: klein genug für Übersicht, groß genug für Abwechslung

Der Diedamskopf in Au-Schoppernau ist ein klar strukturiertes Skigebiet im Bregenzerwald, das vor allem über sein Naturschnee-Profil, die Aussicht und die familienfreundliche Organisation funktioniert. Mit 40 km Pisten und neun Liftanlagen ist es kein „Kilometerfresser“-Resort – aber eines, in dem sich Skitage ohne viel Planung angenehm rund fahren lassen.

Ein Tag „am Stück“: 10-km-Talabfahrt und gute Pistenmischung

Sportlicher Fixpunkt ist die lange Talabfahrt (10 km, über 1.200 Höhenmeter) – ein echtes Konditions- und Genussstück, wenn die Bedingungen passen. Dazu kommt eine stimmige Verteilung über leichte, mittlere und schwere Pisten (blau/rot/schwarz), sodass Anfängerzonen, Genusshänge und anspruchsvollere Abschnitte im selben Gebiet stattfinden, ohne dass man dauernd umsteigen muss.

Komfort ohne Megaresort-Charakter: Gondel-Zubringer, dazu Sessellifte und Übungsanlagen

Der Gebietsaufbau ist klassisch und praktikabel: Zwei Gondelsektionen bilden das Rückgrat, ergänzt durch Sessellifte und Schlepplifte/Übungslifte. Die Höhenlage reicht von ca. 820 m (Talstation) bis 2.020 m (Bergstation); der Gipfel liegt bei 2.090 m. Das sorgt oben oft für winterlicheres Gefühl, während der tiefe Talbereich stärker wetterabhängig bleibt.

Freestyle als echtes Argument: Diedamspark mit brauchbarer Substanz

Für ein Gebiet dieser Größe ist das Freestyle-Angebot auffällig ernst gemeint: Der Diedamspark ist als eigener Schwerpunkt etabliert, wird regelmäßig geshaped und bietet eine Line-Struktur, die vom Einstieg bis zu anspruchsvolleren Setups funktioniert. Als harte Eckdaten stehen u. a. ca. 430 m Parklänge und rund 26 Elemente im Raum – gut für alle, die an einem überschaubaren Berg trotzdem „Parktage“ planen.

Freeride mit Respektfaktor: Rinnen, steilere Hänge – aber keine Spielwiese ohne Know-how

Abseits der Piste wird das Gelände als abwechslungsreich beschrieben (steilere Passagen, Rinnen/„Shoots“ und natürliche Features). Gleichzeitig gilt: Wer den freien Skiraum nutzt, ist in ungesichertem, nicht markiertem Gelände unterwegs – das passt eher zu erfahrenen Fahrern oder mit lokaler Orientierung. Als „Zwischenstufe“ bieten sich die Skirouten an (z. B. als Alternative zur Talabfahrt).

Familien funktionieren hier besonders gut: Kinderland, Skischule, klare Treffpunkte

Die Familien-Logik ist am Diedamskopf stark: Im Tal gibt es ein großes Übungsgelände/Kinderland der Schneesportschule, und oben an der Bergstation eine kostenlose Kinderbetreuung für 3–8-Jährige im Didi’s Kinder Erlebnisland (mit ausgewiesener Spielfläche). Dadurch kann man als Familie sehr entspannt zwischen „gemeinsam fahren“ und „Eltern drehen Runden“ wechseln.

Après-Ski: eher Ausklang als Partyprogramm

Après-Ski ist hier im Kern gemütlich: typischerweise ein Drink an der Bergstation (Panoramarestaurant) oder unten an der Talstation (Ski-Inn). Wer eine ausgeprägte Party-Szene sucht, ist in anderen Orten besser aufgehoben.

Pauseprogramm mit Winterfokus: Winterwandern, Langlauf und Rodeln

Abseits der Pisten punktet Au-Schoppernau mit viel „klassischem Winter“: Winterwandern (inkl. kurzer Gipfelrunde ab Bergstation) und ein großes Loipennetz (ca. 63 km). Außerdem gibt es Rodelmöglichkeiten rund um den Grundholz-/Grunholzbereich.

Detailbewertungen

Skifahren 7/10

Mit 40 km Pisten und neun Anlagen ist der Diedamskopf übersichtlich, aber abwechslungsreich genug für mehrere Tage – besonders dank der langen Talabfahrt und der soliden Mischung aus blau/rot/schwarz. Die Höhenlage bis über 2.000 m hilft, der tiefe Talbereich bleibt jedoch wetter- und temperaturanfälliger.

Snowpark 8/10

Der Diedamspark ist für ein mittelgroßes Gebiet bemerkenswert substanzstark: eigene Parkzone, regelmäßiges Shaping und eine Element-Auswahl, die sowohl Einsteiger als auch Fortgeschrittene sinnvoll bedient.

Freeride 7/10

Freeride ist am Diedamskopf eine echte Option: steilere Hänge, Rinnen und natürliche Features werden häufig genannt. Gleichzeitig ist abseits gesicherter Bereiche alpine Umsicht nötig, da freier Skiraum nicht gesichert oder markiert ist.

Familie 9/10

Sehr stark für Familien: großes Kinderland/Übungsbereich im Tal, Skischul-Angebot und zusätzlich kostenlose Betreuung für Kinder (3–8) an der Bergstation. Das Gebiet ist so strukturiert, dass Treffpunkte und kurze Wege gut planbar sind.

Après-Ski 4/10

Après-Ski ist eher ein entspannter Ausklang: ein paar Anlaufpunkte an Berg- und Talstation, aber keine dichte Bar- oder Clubszene.

Freizeit 7/10

Winterwandern (inkl. kurzer Gipfelrunde), ein großes Langlauf-Angebot in Au-Schoppernau sowie Rodelmöglichkeiten sorgen für Abwechslung an skifreien Tagen oder am Nachmittag.