Skilike
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Schladming-Dachstein

Steiermark 745–2700m
Gletscher Snowpark
Höhe 745–2700m
Pisten-km 222 km
Lifte 99
Tagespass €78
Saison Nov–Apr
Betriebszeiten 08:00–16:30

Pistenübersicht

Blau

92 km (41%)

Rot

115 km (52%)

Schwarz

15 km (7%)

Skiroute

0 km

Gesamt: 222 km

Liftanlagen

14

Gondelbahnen

24

Sessellifte

60

Schlepplifte

1

Seilbahnen

Gesamt: 99 Lifte

Pistenplan

Pistenplan – Schladming-Dachstein
7.7

Testbericht

Große, gut verbundene 4‑Berge-Skischaukel (123 km) mit starkem Pisten-„Flow“, sehr guter Beschneiung, solidem Snowpark-Angebot und auffällig starkem Après‑Ski in Schladming.

Skifahren
8
Snowpark
8
Freeride
6
Familie
8
Après-Ski
8
Freizeit
8

Vorteile

  • Sehr gut vernetzte 4‑Berge-Skischaukel mit 123 km Pisten und hohem „Fahrfluss“.
  • Starkes Gesamtpaket aus Beschneiung, Pistenpflege und Infrastruktur (auch für planbare Skiwochen).
  • Freestyle und Freizeitprogramm sind echte Alternativen: großer Park/ Crosspark, Rodeln, Winterwandern, Langlauf, Dachstein‑Highlights.

Nachteile

  • Höhenlage bis ca. 2.015 m: natürliche Schneesicherheit ist nicht so „hoch-alpin“ wie in deutlich höheren Gebieten.
  • Freeride ist eher ergänzend (Skirouten/Sidecountry) als ein eigenständiger Hauptgrund für die Reise.
  • Beliebtheit und Après‑Ski‑Schwerpunkt können rund um Planai/Schladming zeitweise für mehr Trubel sorgen.

Vier Berge, ein zusammenhängender Skitag: viel „Flow“ statt Kleinteiligkeit

Schladming‑Dachstein wird im alpinen Skifahren vor allem über die 4‑Berge-Skischaukel definiert: Hauser Kaibling, Planai, Hochwurzen und Reiteralm sind direkt verbunden und liefern zusammen 123 km Pisten – groß genug für mehrere Tage, gleichzeitig so organisiert, dass Rundtouren ohne dauerndes „Zurückspulen“ funktionieren.

Pistenmix mit klarem Schwerpunkt Rot: sportlich, aber nicht „nur schwarz“

Der Charakter ist insgesamt eher sportlich‑alpin (viele rote Pisten), ohne dass Einsteiger komplett außen vor sind: Es gibt nennenswert blaue Anteile, dazu punktuell anspruchsvollere Abschnitte. Das Gebiet reicht ungefähr von 728 m bis 2.015 m und wird von rund 47 Liftanlagen erschlossen.

Schneesicherheit über Technik: 100% Beschneiung als Sicherheitsnetz

Die Skischaukel gilt als gut planbar, weil alle Pisten beschneibar sind. Das hilft besonders in wärmeren Phasen und auf den tieferen Talabfahrten – ersetzt aber nicht die natürliche Schneelage und die Tagesform bei Wetterwechseln.

Freestyle funktioniert als eigenes Programm: XL‑Park auf der Planai plus Crosspark auf der Reiteralm

Freestyler bekommen auf der Planai einen großen Park mit mehreren Lines (vom Einstieg bis ambitioniert) und vielen Jib-/Kicker‑Optionen. Ergänzend setzt die Reiteralm mit einem Crosspark einen zweiten Schwerpunkt, der auch für Gruppen spannend ist, in denen nicht alle denselben Fokus haben.

Freeride: eher Sidecountry und Skirouten – kein klassisches „Big-Mountain“-Revier

Abseits der präparierten Pisten ist Schladming‑Dachstein eher eine Destination für Tiefschnee‑Optionen nahe am Gebiet. Als offizieller Rahmen dienen Skirouten (insgesamt ca. 4 km) – alles darüber hinaus ist typisches alpines Gelände, bei dem Lawinenlage, Sicht und Erfahrung entscheiden (gegebenenfalls mit lokaler Begleitung).

Familienlogik: mehrere Kinderländer, viele Treffpunkte – Größe braucht Struktur

Für Familien ist die Region stark, weil es mehrere klar abgegrenzte Übungs- und Kinderareale gibt (u. a. Hopsi‑Winterkinderland auf der Planai, Wollis Kids Park am Hauser Kaibling, Kinderland auf der Reiteralm). Praktisch: Man kann den Tag in „Kinder‑Vormittag“ und „Skischaukel‑Runden“ aufteilen, statt alles gleichzeitig zu wollen.

Après‑Ski: Schladming liefert groß und laut, Ausweichen ist aber möglich

Wenn Après‑Ski ein Hauptmotiv ist, spielt Schladming seine Karten aus – prominent am Fuß der Planai (Planai‑Stadion) mit einer sehr großen Location und vielen weiteren Bars in Ort und Region. Wer es ruhiger mag, findet gleichzeitig genug Hütten und weniger „Event‑Druck“, wenn man den Tagesausklang bewusst abseits der Hotspots plant.

Abseits der Piste: Rodeln, Winterwandern, Langlauf – plus Dachstein‑Ausflüge

Für Nicht‑Skitage (oder halbe Tage) ist die Palette breit: In der Region gibt es u. a. eine 7 km lange Rodelbahn an der Hochwurzen sowie insgesamt viele weitere Rodelmöglichkeiten. Dazu kommen über 300 km präparierte Winterwanderwege. Nordisch ist Ramsau am Dachstein ein großer Fixpunkt mit rund 125 km klassisch und 95 km Skating; am Dachstein locken außerdem aussichtsorientierte Attraktionen wie Sky Walk/Hängebrücke und der Eispalast.

Detailbewertungen

Skifahren 8/10

Mit 123 km Pisten ist die Skischaukel groß genug für mehrere Tage und überzeugt vor allem durch die direkte Verbindung der vier Berge. Der Pistenmix ist klar auf gute bis solide Fahrer ausgerichtet, bleibt aber mit Kinder- und Übungsbereichen familientauglich. 100% Beschneiung stabilisiert die Bedingungen, die Höhenlage ist jedoch begrenzt.

Snowpark 8/10

Der Superpark auf der Planai ist groß und bietet in der Regel mehrere Schwierigkeitsstufen sowie viel Abwechslung bei Jibs und Kickern. Mit dem Crosspark auf der Reiteralm kommt ein zweiter, andersartiger Spielplatz dazu – gut für Gruppen und Mehrtagestrips.

Freeride 6/10

Für Offpiste-Fans gibt es Tiefschnee-Optionen und ausgewiesene Skirouten, aber das Gebiet ist primär ein Pistenresort. Wer mehr als Sidecountry plant, sollte Erfahrung, Planung und Lawinenlage ernst nehmen (oder sich führen lassen).

Familie 8/10

Mehrere Kinderländer und klar definierte Anfängerareale auf unterschiedlichen Bergen erleichtern die Tagesplanung. Die große Skischaukel ist mit Kindern gut machbar, wenn man feste Treffpunkte und einfache Routen setzt.

Après-Ski 8/10

Schladming hat eine ausgeprägte Après‑Ski‑ und Nightlife-Szene, besonders im Umfeld des Planai‑Zielbereichs. Gleichzeitig kann man mit Hüttenwahl und Ortslage auch ruhigere Abende organisieren.

Freizeit 8/10

Rodeln (inkl. langer Bahn), umfangreiche Winterwanderwege und ein starkes Langlauf-Angebot in Ramsau sind echte Alternativen. Mit den Dachstein‑Attraktionen (Sky Walk/Hängebrücke, Eispalast) gibt es zudem ein markantes Ausflugsziel für Nicht‑Skifahrer.